Optimalen Anschluss für die Baufinanzierung sichern

Im Rahmen einer Baufinanzierung muss nach der Erstfinanzierung fast immer mindestens eine Anschlussfinanzierung vorgenommen werden. Hier ist es wichtig, die Angebote zu vergleichen und mitunter auch den Anbieter zu wechseln, um ein günstiges Darlehen zu bekommen.

Geldzange
Behalten Sie bei Ihren Bauvorhaben die Kontrolle über Ihre Kosten © Wilhelmine Wulff by pixelio.de

Die Anschlussfinanzierung schließt sich an die Erstfinanzierung an, wenn der Zeitraum der Zinsfestschreibung abgelaufen ist. Genau wie bei der Erstfinanzierung ist es dann wichtig, die aktuellen Angebote zu vergleichen, um ein möglichst günstiges Immobiliendarlehen nutzen zu können. Zwar wird die Hausbank nach Ablauf der Zinsbindung natürlich ein Angebot zur Verlängerung des bisherigen Darlehens machen, jedoch sollte diese nicht sofort angenommen werden, ohne zuvor die weiteren Angebote zu vergleichen. Denn meistens gibt es Banken, die günstigere Konditionen als die bisherige Bank anbieten können. Mit dem Vergleich der Angebote muss nicht bis zur Fälligkeit des bisherigen Immobilienkredites gewartet werden. Gerade wenn die Kreditzinsen am Markt sehr niedrig sind, sollte eine vorzeitige Anschlussfinanzierung in Betracht gezogen werden. Diese kann zum Beispiel mit einem Forward Darlehen durchgeführt werden.

Was beinhaltet das Forward Darlehen als Mittel zur Anschlussfinanzierung?

Durch den Abschluss eines Forward Darlehens kann sich der Kreditnehmer schon vorzeitig eine möglichst optimale Anschlussfinanzierung sichern. Bis zu zwei Jahre vor Ablauf der bisher genutzten Zinsfestschreibung kann ein solches Forward Darlehen abgeschlossen werden. Sinnvoll ist die Nutzung eines Forward Kredites immer dann, wenn die Hypothekenzinsen entweder aktuell sehr niedrig sind oder generell in den nächsten 1-2 Jahren mit steigenden Kreditzinsen zu rechnen ist. Es muss allerdings beachtet werden, dass diese Zinssicherheit etwas “kostet”, nämlich einen Zinsaufschlag von bis zu 0,5%. Wer sich einen näheren Überblick über die aktuellen Konditionen der Finanzierer verschaffen möchte, findet auf verschiedenen Online-Vergleichportalen wie forwarddarlehen.org einen guten Service.

Warum kann ein Wechsel des Finanzierungspartners sinnvoll sein?

Viele Kreditnehmer halten sich im Zuge der Anschlussfinanzierung an den bisherigen Kreditgeber und verlängern das bestehende Darlehen dort zu den aktuellen Konditionen. Allerdings kann es durchaus nicht selten sinnvoll sein, den Finanzierungspartner im Zuge der Anschlussfinanzierung zu wechseln. Dabei sollte beachtet werden, dass die Angebote ausführlich miteinander verglichen werden. Es sollte zudem auf jeden Fall mit der bisherigen Bank ein Gespräch geführt werden, denn oftmals sind die Konditionen in Grenzen verhandelbar.

Falls ein Anbieterwechsel vorgenommen werden soll, ist dieser recht einfach durchzuführen. Das bisher genutzte Darlehen endet ohnehin mit Ablauf der Zinsfestschreibung automatisch. Insofern muss lediglich beim neuen Anbieter das Immobiliendarlehen beantragt werden, entweder in Form eines Forward Darlehens oder als “normales” Hypothekendarlehen. Zu beachtende Konditionen sind neben dem Zinssatz vor allen Dingen die gewählte Dauer der Zinsfestschreibung, etwaige Sondertilgungsmöglichkeiten und der Satz der anfänglichen Tilgung.

Weiterführende Infos: Diese Interview mit der Stiftung Warentest verdeutlicht, wie günstig die aktuelle Situation für potenzielle Bauherren ist.