Dickbettverfahren

Als Dickbettverfahren bezeichnet man das Herstellen von Fußboden- und Wandbelägen aus keramischen Fliesen und Platten aus Beton, Naturstein oder Kunststein. Weiterentwickelte Methoden sind das Mittel- und das Dünnbettverfahren. Diese Verfahren unterscheiden sich durch die Dicke des Mörtelauftrags, der beim Dickbettverfahren bei Wandflächen ca. 15-20 mm und bei Fußbodenflächen 20-30 mm beträgt. Grundvorraussetzung ist ein haftfähiger, befeuchteter Untergrund.

Verlegen im Dickbettverfahren

Die Bodenfliesen werden auf das mit der Setzlatte gezogene Mörtelbett einzeln eingeklopft, wodurch vorhandene Unebenheiten im Untergrund ausgeglichen werden können. Der Mörtel für das Dickbettverfahren wird aus Sand und Zement im Verhältnis 3:1 bis 5:1 direkt auf der Baustelle manuell angerührt und muss nicht wie beim Mittel- und Dünnbettverfahren industriell hergestellt werden. Durch die dicke Mörtelschicht sind die Fliesen zwar weniger anfällig für mechanische Einwirkungen, jedoch erhöht sich auch der Preis, da mehr Mörtel verwendet werden muss.

Verfugen im Dickbettverfahren

Schon während des Verlegens der Bodenfliesen im Dickbettverfahren, sollten Mörtelreste und andere Verunreinigungen von den Fliesen und aus den Fugen entfernt werden. Nach dem Auskratzen mit einem kleinen Holzstäbchen müssen die Fugen staubfrei und gleichmäßig tief sein, um mit dem Verfugen beginnen zu können. Sowohl Fugenmörtel als auch Fliesenkleber werden mit einem Spachtel in kleinen Mengen aufgetragen und diagonal in die Fugen eingearbeitet. Nachdem alle Hohlräume gefüllt sind, kann man überschüssigen Mörtel mit einem Holzstäbchen abkratzen und die Fliesen zum Schluss mit einem Schwamm abwaschen.

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