Wissenswertes über Silikonfugen

Beim Fliesen legen sind Silikonfugen eine spezielle Art der Fugen, bei der eine elastische Verfugung mit Dichtstoffen auf Silikonbasis durchgeführt wird. Aufgrund ihrer Elastizität kommen Sie einerseits oft im Bodenbereich zwischen Wand- und Bodenfliesen als Dehnungsfugen zum Einsatz, andererseits werden Silikonfugen oft auch im Anschlussbereich zwischen Sanitäreinrichtungen, wie Dusche oder Wanne und den Fliesen verwendet.

Durch den Einsatz von elastischem Fugenmaterial auf Silikonbasis soll verhindert werden, dass die Fugen reißen. Das Ziel bei der Arbeit mit Silikonfugen liegt darin, Spannungen, die sich aufgrund des verschiedenen mechanischen Verhaltens der verwendeten Baustoffe ergeben, auszugleichen.

Das heutige Material, das beim Arbeiten mit Silikonfugen im Sanitärbereich verwendet wird, ist in der Regel fungizid, also pilz- und bakterienhemmend. Somit kann der Bildung von Schimmel auf Anschlussfugen, ein häufig auftretendes Problem, zwar vorgebeugt, es aber nicht generell verhindert werden.

 

Bei Silikonfugen wird die Silikonmasse mit einer Kartusche herausgedrückt
Bei Silikonfugen wird die Silikonmasse mit einer Kartusche herausgedrückt – © erysipel by pixelio.de

 

Wer in der Arbeit mit elastischem Fugenmaterial wenig geübt ist, wird anfangs sicherlich einige Probleme damit haben, denn es ist nicht so einfach, wie es auf den ersten Blick erscheinen mag. Für perfekte Silikonfugen ist zunächst eine entsprechende Vorbehandlung des Untergrundes von Nöten. Für den optimalen Halt sollte dieser fett-, öl- und staubfrei sein. Zusätzlich ist bei saugenden Flächen ein Anstrich mit einer Haftgrundierung ratsam.

Das richtige Ziehen von Silikonfugen

Das Material für die Silikonfugen befindet sich in Kunststoffkartuschen, die entweder in eine Silikonspritze eingelegt werden oder direkt mit einem Spritzaufsatz versehen sind. Mittels dieser Kartuschen, die im 45°-Winkel in Fugenbreite abgeschnitten werden, wird der Dichtstoff nun direkt und gleichmäßig in die Fugen gespritzt. Anschließend gilt es, die Silikonfugen glatt zu streichen und überschüssige Reste abzuziehen. Dazu wird eine Mischung aus Wasser und Spülmittel, auf die Silikonschicht aufgesprüht, und anschließend wird das überflüssige Silikon mit dem Finger oder einem Fugenspachtel abgezogen. Die im Spülmittel enthaltenen Tenside sorgen hierbei dafür, dass das Silikon während des Verstreichens nicht am Finger haftet.

Abschließend muss das Silikon vollständig aushärten. Dies dauert in der Regel etwa zwei Tage. Um eine Beschädigung der Silikonfugen zu vermeiden, sollte sie in diesem Zeitraum weder mechanischen Belastungen noch kräftigen Reinigungsmitteln ausgesetzt werden.

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