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Beim Fliesen legen ist die Auswahl des richtigen Klebers ein entscheidender Punkt, denn Fliesenkleber ist nicht gleich Fliesenkleber. Während Fliesen früher häufig mittels des Dickbettverfahrens einfach auf einer dicken Mörtelschicht verlegt wurden, gibt es heute eine Vielzahl spezieller Fliesenkleber.

 

Der richtige Fliesenkleber ist entscheidend
Der richtige Fliesenkleber ist entscheidend – © RainerSturm by pixelio.de

 

Für einen perfekt sitzenden Fliesenbelag werden an das Klebemittel bestimmte Ansprüche gestellt: Es muss sowohl zum jeweiligen Untergrund als auch zur verwendeten Fliesenart optimal passen. Bei der Auswahl des Fliesenklebers anhand des Untergrundes wird einerseits danach unterschieden, ob die Fliesen im Innen- oder im Außenbereich verlegt werden sollen, andererseits danach, ob es sich um Boden- oder Wandfliesen handelt.

Der Fliesenkleber muss aber nicht nur zum Untergrund, sondern auch zum gewünschten Fliesentyp passen. Egal ob Steingutfliesen, Steinzeugfliesen, Bodenklinkerplatten, Glasmosaikplatten, Spaltplatten oder Naturstein-Platten für alle gibt es einen geeigneten Fliesenkleber.

Arten von Fliesenklebern

Fliesenkleber lassen sich in folgende Kategorien einteilen:

  • Dispersionskleber – Funktionieren auf Kunststoffbasis und werden aufgrund ihrer langen Aushärtungsphase nur im Innenbereich und dort nur bei Wänden verwendet. Besonders gut wirkt Dispersionskleber auf Hartschaum- und Gipskartonplatten.
  • Reaktionsharzkleber – Sind Zweikomponentenkleber, die wegen ihrer Flexibilität und Chemikalienbeständigkeit oft im gewerblichen Bereich und bei schwierigen Untergründen eingesetzt werden.
  • Zementkleber – Ist ein Pulverkleber, der mit Wasser angerührt werden und anschließend schnell verarbeitet werden muss. Er eignet sich vor allem auf saugfähigen, mineralischen Untergründen, wie Beton oder Estrich.
  • Kunststoffvergüteter Zementkleber – Wird auch als Flexkleber bezeichnet und angesichts seiner hohen Flexibilität, auch nach dem Aushärten, häufig bei arbeitenden Untergründen (Bsp. Holz) benutzt. Da er sich den Schwingungen des Bodens anpasst, wird ein Reißen oder Abplatzen der Fliesen verhindert.
  • Fließbettkleber – Ist für allem für den Einsatz auf großen, ebenen Bodenflächen gedacht. Den Kleber, der zu einer zähflüssigen Masse angerührt wird, gießt man anschließend direkt auf den Untergrund.

Der fertige Fliesenkleber wird meist mit Hilfe einer Traufel auf den Boden aufgetragen und mit einem Zahnspachtel durchkämmt. Anschließend werden die Fliesen in das Klebebett gesetzt und mit einem Gummihammer angeklopft.

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