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Fliesenverlegungen Berlin - U-Bahnhof mit Fliesen

Fliesenverlegungen Berlin - U-Bahnhof Leinestraße als Beispiel - © gabrielalmts by flickr.com

Die Hauptstadt Deutschlands ist ein wahrer Touristenmagnet. Tag täglich strömen Tausende Menschen in die Stadt und besuchen unter anderem die zahlreichen Museen. Während die ausgestellten Kunstwerke die Blicke der Besucher auf sich ziehen, werden die Böden der Ausstellungsräume oftmals gar nicht von ihnen beachtet. Dabei stellen auch sie auf ihre Art Kunstwerke dar, denn an ihnen spiegeln sich die handwerklichen Fähigkeiten der Fliesenleger aus Berlin wider. In vielen Museen finden sich Böden aus hochwertigem Naturstein, wie beispielsweise Marmor oder Granit.

Aber nicht nur in den Museen begegnen den Besuchern und Einwohnern Berlins die unterschiedlichsten Fliesenverlegungen. Jeder der die U- oder S-Bahn benutzt, findet an zahlreichen Haltestelle interessante Fliesenverzierungen. Verantwortlich für die Gestaltung eines Großteils der Stationen in Berlin war Anfang des 20. Jahrhunderts der schwedische Architekt Alfred Grenander, der das Bild der einzelnen Haltestellen entscheidend geprägt hat.

Einer der Gründe dafür das die kunstvollen Fliesenverlegungen bis heute erhalten geblieben sind, ist das Sie die Bombardements des Zweiten Weltkrieges unterirdisch überdauert und dabei relativ unbeschadet blieben. Der andere Grund liegt in der hingebungsvollen Pflege der, zumeist gelben, Keramikfliesen durch die Stadt.

Bunte Wandfliesen sind die Markenzeichen des Kennfarben-Prinzips

In der Zeit vor dem Ersten Weltkrieg sind die von ihm gestalteten Haltestellen geprägt durch den Jugendstil sowie durch neoklassizistische Elemente. Das Markante an seinem Stil ist die Verwendung großer, farbig gebrannter Wandfliesen. Für die Gestaltung der Bahnhöfe entwickelte er das sogenannte Prinzip der Kennfarben, welches sich dadurch auszeichnet, dass jede Station in einer anderen Farbe gehalten ist und sich die Haltestellen so deutlich voneinander abheben. An den Stationen der Linien U2, U5, U6 und U8 lässt sich dieses Prinzip auch heute noch gut erkennen. Ein gutes Beispiel für sein Wirken ist die Station Leinestraße, die seit ihrer Eröffnung im Jahr 1929 nahezu unverändert geblieben ist. Hier sorgen hellgrüne Fliesen mit einer unebenen Oberfläche und einer transparenten Glasur dafür, ein bewegtes Wandrelief zu schaffen. Verbunden werden die Fliesen durch sehr feine Fugen, die kaum in Erscheinung treten.

Aber nicht überall ist die Bausubstanz so gut, dass die historischen Fliesen erhalten werden können. Ursache dafür sind aber nicht die Fliesen selbst, sondern die Bausubstanz dahinter, die dazu führt, dass Fliesen reißen oder abplatzen. Um diese Schäden zu beheben, wäre es mögliche einzelne Fliesen auszutauschen. Diese Arbeiten sollten jedoch einem Fachmann überlassen werden.

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